Samstag, 1. Mai 2010

"WIE GEHT ES IHNEN?"

Seit dem frühen Morgen war ich unterwegs gewesen. Es war Spätnachmittag, als ich endlich in unsere Straße einbog, und ich war in Eile. Gestern hatte ich trockenes Geäst aus der vorderen Akazie entfernt, darüber war es dunkel geworden.  Äste, Zweige und Baumrinde bedeckten nun die Erde unter dem Baum und mußten schleunigst entfernt werden - Mensch und Tier hatten bereits schmerzhaft die Akaziendornen zu spüren bekommen!
Eine letzte Kurve gab den Blick frei auf unseren Straßenabschnitt - aha, man feierte wieder einmal!
 Auf den breiten Grasstreifen beiderseits der Fahrbahn parkten Autos verschiedenster Farben, Marken und Klassen.   Ein chromblitzender Geländewagen hatte um wenige Zentimeter das junge Bäumchen unserer Nachbarin verfehlt.  Wie selbstverständlich schmiegte sich ein betagter Ford Fiesta - dessen Himmelblau offensichtlich in der heimischen Garage entstanden war - an eine BMW-Neuausgabe in schimmerndem Schwarz.

Gastgeber, so schien es, war unser Nachbar gegenüber; ein würdevoller älterer Herr.  Einige der Gäste hatten auf Küchenstühlen Platz genommen, die man in die Einfahrt zur Garage plaziert hatte.   Dies mußte nicht unbedingt bedeuten, dass im Haus keine Sitzplätze mehr zur Verfügung standen - man beobachtet einfach gerne das Leben auf der Straße, schwatzt, oder nimmt selbst daran teil.  Besetzt waren die Stühle übrigens - wie könnte es anders sein - nur von Herren der Schöpfung.  Kinder spielten auf der Fahrbahn, zwischen den parkenden Autos oder auf den Ladeflächen der Pick-ups.  Der kleine Nathan erklärte mir, seine Tante habe heute geheiratet - daher das Fest.

Meine Einfahrt hatte man freigehalten... Ich gestehe - gerne hätte ich die geplanten Gartenarbeiten verschoben!  Aber wie anfangs erwähnt, sie duldeten keinen Aufschub, und bald konnte ich das Geschehen auf der Straße aus nächster Nähe verfolgen.

Wie geht es Ihnen, Mama?” fragte mich kurz darauf eine ehrwürdige ältere Dame, bevor sie in ein Auto einstieg. (“Mama” ist eine Ehrenbezeichnung.  Sie kann gewährt werden ab einem bestimmten Alter.) Ein unbekannter junger Mann, in angeregter Konversation mit seinem Handy, schlenderte vorbei, lächelte, grüßte.  Die  Schwiegertochter des Gastgebers lief über die Straße, kam an den Zaun.  “Wie geht es Ihnen?” fragte sie, und begann eine kurze Unterhaltung.

Es wäre unhöflich gewesen, von meiner Anwesenheit keine Kenntnis zu nehmen.

Kommentare:

  1. Liebe Clara,
    vielen Dank für Deinen Kommentar. Unsere Katze Pauline hat schon seit mehreren Wochen auffällig viel Wasser getrunken. Jedes Mal, wenn ich in der Küche das Wasser laufen ließ, war sie sofort zur Stelle und hat getrunken und getrunken. Dazu kam, dass sie rasant abgenommen hat. Sie fiel praktisch irgendwie in sich zusammen und wurde immer weniger. Leider geht es ihr im Moment wirklich schlecht, wir müssen mal sehen, ob das mit dem Insulinspritzen überhaupt noch hilft. Aber wir hoffen das Beste, sie ist jetzt 13 Jahre alt und in diesem Alter kommt Diabetes bei Kazten sehr häufig vor. Wenn sie gut eingestellt sind, können Katzen damit aber noch gut einige Jahre leben.
    Ich wünsche Dir noch eine wunderschöne Zeit, bis bald
    Gartenliesel

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  2. Hallo Clara

    Zulu Royal sieht ja toll aus!

    Übrigens irgendwie kommt dein neuestes Post nicht aus Blogliste an - was ich sehr schade finde - da mir deine Beiträge gut gefallen!

    LG Rosana

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