Sonntag, 29. Januar 2012

KRÄUTERZAUBER (1)


Kräuter sind pflegeleicht. Sie sind unentbehrlich in der Küche, beugen Erkrankungen vor oder mildern ihren Verlauf, und sie begeistern durch herrliche Düfte und Aromen -- was wäre ein Sommergarten ohne Kräuter?


Hintere Reihe, von links:  Zitronenverbene, Majoran
Vordere Reihe: Rosmarin, Basilikum, Pfefferminze, Schokominze

Zu den Vorzügen des sonnenverwöhnten Highvelds zählt, daß man viele dieser Würzpflanzen fast das ganze Jahr hindurch ernten kann. Z.B. Basilikum - entfernt man regelmäßig die Blütenknospen, dann produziert die Pflanze viele Monate lang ihr üppiges Blattwerk; aromatisch und - fast - frei von Bitterstoffen.

Ich mag besonders Kräuter, die nach Zitrone duften, wie z.B. die Zitronenverbene. Die Staude kann in einer einzigen Saison eine Höhe von zwei Metern erreichen! Es ist daher eine gute Idee, sie im Hintergrund des Gemüse- oder Kräutergartens anzusiedeln; aber in Nähe eines Pfades, so daß man im Vorbeigehen ihre Blätter streift.


Zitronenverbene

Diese Berührung reicht aus, um das aromatische, frische Zitrusaroma freizusetzen!

Und hin und wieder hänge ich ein kleines Bündel der Zweige in Küche oder Schlafzimmer - einfach dieses wunderbaren Duftes wegen.

Die Zitronenverbene gehört übrigens nicht zu den Kräutern, die uns das Jahr über erhalten bleiben. Während der kalten Monate legt sie eine Ruhepause ein, und im Frühjahr erhält sie dann einen kräftigen Rückschnitt.


Blütendolden der Schokominze

Sehr vielseitig ist auch der Thymian; ich vermute, daß er von allen Würzpflanzen die größte Artenvielfalt hat. Zu seinen Eigenschaften gehört eine fliegenabweisende Wirkung. Ich habe deshalb eine Sorte in einen handlichen Topf gepflanzt; wenn wir eine Mahlzeit im Garten einnehmen, dann stelle in diesen ebenfalls auf den Tisch.

Sonntag, 22. Januar 2012

HIGHVELD SOMMER (2)



...und für die Highveld Gärtnerin bedeutet der Januar natürlich Höhepunkt ihres Gartenjahres - Erntezeit!


Dem ungarischen Paprika fehlt noch etwas Sonne -
dann ist die Färbung Rot-Orange
 In diesen Wochen ist ein Bummel durch mein Gemüsegärtchen
 Höhepunkt eines Gartentages. Spätnachmittags, wenn die Hitze zu weichen beginnt, wähle ich mit Muße das Gemüse für das Abendessen.


Die mit braunem Kies bestreuten Pfade sind nur kurz, und die Auswahl der Früchte eher bescheiden - entsprechend der Größe des Gärtchens eben - jedoch kommen Augen, Ohren und Nase durchaus auf ihre Kosten:

Peppadews, eine Art von Mini-Paprika

Fleißige Bienen besuchen noch immer die niedlichen Blüten der Kap-Stachelbeeren; zwei vorwitzige Vertreter jener Vogelschar, die in der großen Palme nistet, picken ungerührt weiterhin Samen aus den hohen Canna-Stauden, und auf der Telefonleitung über mir wartet ein Grauer Lourie ungeduldig darauf, daß ich endlich den 'Abflug' mache - er möchte sich jene Salatsorte doch etwas näher ansehen....

Corazon ist eine Tomatensorte von Pötschke
(vormerken, liebe Helga, der Geschmack ist tatsächlich
ausgezeichnet!)

Die laue Luft ist erfüllt von dem frischen Zitronenduft der Zitronen-Verbene (Aloysia triphylla).







Besonders reichlich fällt meine diesjährige Ernte nicht aus, denn mit dem vielen Regen stellten sich zunehmend 'Mitesser' ein; verschiedene Käfer und natürlich Schnecken!

Ganz besonders freue ich mich über die Handvoll Erdbeeren, die alle paar Tage zusammenkommt - gerade ausreichend für zwei Gläser Erdbeermilch zum Nachtisch.







Dienstag, 17. Januar 2012

HIGHVELD SOMMER (1)


Auf dem 'Highveld', jener Hochebene, die einen Großteil der Provinz Gauteng ausmacht, beginnt der Hochsommer mit dem Monat Januar.

In den Privatschulen begann der Unterricht bereits vor einigen Tagen; die staatlichen öffnen morgen wieder ihre Tore.



(Beide Schulsysteme weisen zum Jahresende etwa die gleiche Anzahl an Ferientagen auf.)

Auch die Einkaufszentren bieten nun wieder das gewohnte Bild von Geschäftigkeit und Hektik.










Auffallend in diesen Tagen sind die vielen Kinder, die
gestresst wirkenden Müttern hinterher eilen. Viele zukünftige Erstklässler sind darunter, leicht zu erkennen an den forschenden, fast faszinierten Blicken, mit denen sie die diversen Schulartikel auf bunten Regalen in Augenschein nehmen.

 Ein kleines Mädchen, einschließlich ihrer modischen Römersandalen ganz in rosarot gekleidet, schaut ernsthaft und mit runden Kulleraugen hoch zu ihrer Mama - eine wichtige
Angelegenheit,diese Einkäufe!

 Die junge Frau studiert einen dichtbeschriebenen Zettel, der schon etwas mitgenommen aussieht.


"...Puzzle, 16-teilig.." murmelt sie. "Honey, schau doch einmal, ob Du die Puzzles finden kannst! Aber bleibe in meiner Nähe, hörst Du?"


Meine Bauhinia überraschte mich heute morgen mit einer Blüte -
der Baum ist ein Frühlingsblüher!


Meine Gedanken kehren zurück zum Januar des vergangenen Jahres - Schulanfang für die kleine Manzi! ( s. "Manzi geht zur Schule", Januar 2010) An die lange Liste der Schulsachen, die das kleine Mädchen gleich am ersten Tag vorzuweisen hatte, kann ich mich noch sehr gut erinnern. Auch daran, daß wir den aufgelisteten Schonbezug für die Rückenlehne ihres Stuhls einfach nicht finden konnten...

Sonntag, 8. Januar 2012

GEDANKEN ZUM JAHRESBEGINN

                                    
Überraschend....

Jahresanfang - die Zeit des Neubeginns und der guten Vorsätze.

Zu recht setzt man große Hoffnungen auf das Neue, es ist ja noch jung und hatte nicht viele Möglichkeiten, uns zu enttäuschen!






...bewundernswert...

.

















Und zuversichtlich beginnt man seine neue Reise. Natürlich kann es vorkommen, daß nach einer Wegebiegung Hindernisse auftauchen. Ärgerlich zwar - aber wir müssen uns eingestehen, daß wir fast damit gerechnet haben. Ob wir diesem Hindernis ausweichen, darüber hinweg klettern oder aus dem Weg räumen, bleibt häufig unserer Entscheidung überlassen


...oder einfach nur schön!

 Jedoch wartet auch Schönes, Erfreuliches auf uns! Manchmal wurde es uns auf den Weg gelegt; häufiger findet es sich am Wegesrand - ach, das hätten wir ja beinahe übersehen! Und die Freude über dieses überraschende Geschenk begleitet uns ein Stück!


Aber dann - plötzlich und unerwartet - ein gewaltiger, verheerender Steinschlag! Die Erde bebt. Dunkelheit umfängt uns...

So geschehen im Jun/Juli des vergangenen Jahres.









Peter Rosegger's bekanntes Zitat stellte ich Ende Dezember 2010 in meinen Blog - ein wenig als Aufforderung für das neue Jahr gedacht...und auch für mich persönlich...

In den vergangenen Tagen und Wochen zog ich Bilanz und stellte fest: Es hat sich gelohnt, seinen Rat zu befolgen!  

                     Wenn Du recht schwer betrübt bist,
                     daß Du meinst,
                     kein Mensch auf der Welt könne Dich trösten,
                      so tue jemand etwas Gutes, 
 
                      und gleich wird's besser sein.