Sonntag, 7. Februar 2010

UND NUN - WORUM ES EIGENTLICH GEHT...



Wieder sind einige Jahre verganangen, haben sich Lebensumstände verändert. Die stolze Palme erhielt als Gesellschaft zwei Artgenossen, und zu den aprikosenfarbenen Cannas gesellten sich solche in orange, gelb, lachsfarben und zartem Rosa. Das dichte Blätterdach eines Celtis Africana spendet auch im Hochsommer kühlenden Schatten; man verweilt dann gerne dort.


Der Celtis ist unser einziger Laubbaum im Garten. Dies bedeutet, daß während der Herbstmonate April und Mai etwas von der Herbst-Ambiente der nördlichen Hemisphere den Garten verzaubert.


Ein weiteres Lieblingsplätzchen hat sich am Ende der Einfahrt ergeben. Umgeben von Rosen kann man dort perfekt das Frühstück einnehmen - oder das Glas Rotwein an einem Sommerabend. Und versteckt unter den herabhängenden Zweigen einer Akazie lassen sich die Vögel beobachten, die zu verschiedenen Tageszeiten den Garten besuchen - den rostbraunen Afrikanischen Hoopoe (Upupa africana), mit seinen weiß-grau gesprenkelten Flügeln und der imponierenden Krone, ähnlich dem sog. Irokesen-Schnitt junger Männer; die fleißigen gelben Webervögel. Oder den rotäugigen Bulbul (Pycnonotus nigricans), Schrecken unserer Katze Minka: Seine Aufgabe ist es, andere Vögel vor Feinden wie z.B. Schlangen zu warnen. Er verrichtet seine Aufgabe sehr gewissenhaft und ist auch nicht zu täuschen, wenn Minka sich unter den großen Canna-Blättern verstecken will. Erst nachdem sie ins Haus geflüchtet ist, verstummt sein Gezeter, und er schwingt sich davon: Aufgabe zur Zufriedenheit ausgeführt...


Und darum geht es in meinen Geschichten - um den Garten, wie er entstand und lebt. Ich werden von den Tieren erzählen, die zu ihm gehören - manche nur vorübergehend - und von den Menschen in diesem Teil der Welt - was sie berührt, was ihnen wichtig ist, und warum. Und wie man trotz persönlicher Kümmernisse, Kriminalität und Arbeitslosigkeit nach der Devise lebt: Es gibt immer etwas Schönes, woran man sich freuen kann......




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