Freitag, 4. Juni 2010

SCHATTENSEITEN

Der Regen kommt immer zu früh. Auch wenn er laut Kalender die Erlaubnis dazu hat.

Da hat man sich nun beeilt, um diese Angelegenheit, die wirklich keinen Aufschub mehr duldet, zu erledigen.  Denn schon lange ist eine Auszeit im herbstlichen Garten geplant:  Ein Buch möchte gelesen werden; die Schaukel - nein, die Hängebank! - unter der Akazie wartet bereits.  Der Blick von dort fällt auf die kleine Rosenzeile, und Zulu Royal hat noch einmal einige prächtige Blüten hervorgebracht...

Und dann kommt der Regen.



Aber ‘die Hoffnung stirbt zuletzt:’ Vielleicht ist es nur eine Art Vorläufer, so etwa zum Einstimmen auf die Regenzeit?!





Leider ist dem nicht so. Denn aus den Tagen werden Wochen; der Regen scheint kein Ende nehmen zu wollen. Und endlich, als die Erde gut durchfeuchtet und auf den regenlosen, trockenen Winter vorbereitet ist, da scheint auch wieder die Sonne.

Aber nun mit deutlich weniger Glut. Dies kann angenehm sein - aber man muß den Tag dieser neuen Situation anpassen. Jenes Plätzchen unter der Akazie will nun etwas erwärmt werden, bevor man sich dort niederlassen kann - und dies geschieht erst am späten Vormittag. Die Rosenecke am Ende der Einfahrt liegt jetzt ab etwa 4h00 nachmittags im Schatten. Stimmungsvolles Ambiente am Wilden Wein - dies ist nur innerhalb weniger Stunden zur Mittagszeit möglich.

Denn während der letzten Wochen hat sich die Sonne, fast unbemerkt, auf ihre Winterbahn begeben.

Es heißt, vieles kommt auf die Sicht des Betrachters an. Dies könnte dann so aussehen:

Immerhin - scheint bei der Rosenecke die Sonne bis etwa 4h00; immerhin - kann man es sich schon ab spätem Vormittag unter der Akazie gemütlich machen, usw.

Also, das klingt doch schon besser!

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