Mittwoch, 16. Juni 2010

ERSTER FROST

Die Abendnachrichten hatten davor gewarnt, daß die Nacht bzw. Der frühe Morgen den „schwarzen Frost“ bringen könne. Diese Ankündigung versetzt einen Gartenliebhaber augenblicklich in Aufregung: Was ist – noch – zu schützen?

Offziell beginnt der Winter am 21. Juni, dem Tag der Sonnenwende.

 Juni und Juli sind die kälteste Wintermonate des „Highveld“. Schnee ist zwar nicht zu erwarten, jedoch ganz sicher Frost. Am besten stellt man sich schon im Mai darauf ein und gibt erst nach September Entwarnung. Denn es kann durchaus vorkommen, daß noch in diesem Frühlingsmonat der zerstörerische „schwarze Frost“ die Gärten überfällt und das neue Leben vernichtet!




Und so verpackt man bereits im Mai alles, was einem lieb – und erreichbar ist.

 Die Roebelini-Palme erhält ihr Häuschen: Solide Holzstangen werden in die Erde gerammt und dann mit Sackleinen umwickelt – so, daß zwei oder drei kleine „Fenster“ entstehen; eine gute Luftzirkulation ist wichtig, um Pilzerkrankungen vorzubeugen. Auf ähnliche Weise wird die kleine Madagaskar-Palme beschützt; sie reagiert besonders empfindlich auf Luftstau.
Bis zum vergangenen Jahr bekam auch die „Strelitzia nicolai“ einen Wintermantel: Diese wärmeliebende, mehrere Meter hohe Kusine der „Strelitzia regina“ war nur mit größerem Aufwand winterfest zu machen: Ich benötigte eine ansehnliche Menge des handelsüblichen Fliesmaterials, ein oder zwei Gartenrechen (zum Greifen der Fliesbahnen) – und die hohe Leiter! Die Nicolai dankte diese Hingabe durchaus; nur die höchsten Wedel erlitten jeweils Frostschäden und mußten später entfernt werden.

Inzwischen hat die Pflanze einiges an Höhe zugelegt, was das Einpacken noch schwieriger macht – ich werde diesen Winter davon absehen. Und so hoffe ich sehr, daß der gefürchtete Schwarze Frost ausbleibt!


Was die vergangene Nacht betrifft, so blieb es bei dem üblichen, verhältnismäßig milden Frost: Wie zu erwarten,  erfroren die letzten Blüten von Bougainville und Cannas;  die Zuchini-Saison endete abrupt über Nacht. Und einige der „Simplicity“-Rosen entlang der Einfahrt lassen  Köpfe und Blätter hängen. Jedoch bringen die rosafarbenen und gelben Blüten der beiden Hibiskusbäumchen weíterhin Farbtupfer in den Garten, und die Rosen unter ihrer Haube aus Zeitungspapier haben die Nacht ebenfalls gut überstanden!

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