Donnerstag, 18. März 2010

LUDWIG'S ROSEN

 Wenn man von Südafrika und seinen Rosen spricht, so muß man auch Ludwig's Rosen erwähnen.

Ludwig Taschner ist Rosenzüchter.  Er kam in den Sechziger Jahren nach Südafrika und schuf ein Rosen-Imperium, das aus vielerlei Hinsicht beachtenswert ist.  Unterhalten sich Rosenliebhaber oder Gartenbesitzer,  dann kommt das Thema früher oder später auf Ludwig und seine Rosen.  Genaugenommen braucht es dafür nicht einmal Interesse am Gärtnern - so z.B. gestern:

Ich war zu einer Geburtstagsfeier eingeladen.  Als Geschenke hatte ich ein Rosen-Schaumbad  und eine Würzmischung mitgebracht; beides erstanden am Tag  zuvor bei meinem Besuch auf Ludwig's Farm (davon wird noch die Rede sein).   Natürlich war das Gewürz - Rosenblätter, Anis, Koriander, und einiges mehr - für die Küche gedacht; ich hatte das Päckchen dazugestellt, weil es farblich perfekt zu meinem Arrangement passte.


Das Geburtstagskind zeigte sich äußerst interessiert.   Die Gewürzkomposition wurde sogleich beschnuppert, geöffnet, und mit einem entschlossenen "also,  ich nehme mir jetzt wirklich mal die Zeit und fahre hin" (zur Rosenfarm) an die interessierte Nachbarin weitergereicht...

Aber zurück zu Ludwig und seiner Rosenfarm.... 


Sie ist im nördlichen Gauteng gelegen, und von uns hier über die Autobahn rasch zu erreichen. Die Farm bietet das weltweit größte Sortiment an diversen Rosentypen und -klassen. Viele Tausende von Rosen warten auf Großhändler, Gärtnereien - oder Rosenliebhaber, und werden ins weiter entfernte In- sowie Ausland versandt. Verstreut im Land liegen natürlich Zweigstellen und Verkaufsstellen, und viele der Rosen und ihre Pflegeprodukte werden auch in den Gärtnereien verkauft. Jedoch - ein Besuch auf der Rosenfarm macht einen Einkauf zum Erlebnis:

Gleich nach dem Pförtnerhäuschen erwartet mich das "Empfangskommittee":  Kleinwachsende Sorten wie Bodendecker- und Zwergrosen geleiten mich an den Beginn der "Rosenzeile".   Ich lege den ersten oder zweiten Gang ein - sofern dies nicht schon am Pförtnerhäuschen geschehen ist - und gleite vorbei an Blütenträumen in Rot, Rosa, Violett, Gelb - in allen erdenklichen Farbtönen und Schattierungen...

Oft scheint es, als wollten Sorgen diese Fahrt nicht mitmachen; sie bleiben zurück.  Ich ertappe mich dabei, wie ich wieder einmal in Gedanken in meinem Garten einen Standort wähle für die aprikosenfarbene "Amarula Profusion", oder die blau-violette "Blue Balou".  Und wie immer halte ich zuerst einmal Ausschau nach "meiner" Babette: 

Auf diese Rose freue ich mich zuerst, wenn ich auf der Rosenzeile eintreffe.  Ihr zartes, fast durchscheinendes Rosa erinnert an feines Porzellan; ihre Blüten sind groß (wenngleich sie nicht zu den größten des Angebots zählen),   das Laub ein kräftiges Grün.  Der ganze Rosenbusch wirkt wohlproportioniert - und irgendwie mit sich zufrieden. 
(morgen geht's weiter...)

(Im Floto:  Koketso mit "Burning Sky")


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