Mittwoch, 6. April 2011

EINE REISE VON KAPSTADT NACH PRETORIA (2)


Die Niederdeutsch-Reformierte Kirche

Am späten Abend erreichen wir endlich Colesberg; hier wollen wir übernachten. Das Städtchen liegt an der Grenze zum Freestate, der nächsten Provinz auf unserem Weg nach Pretoria.

Colesberg bietet sich als idealen Zwischenstop an – ob man, vom Kapgebiet kommend, nach Gauteng oder weiter reist, oder umgekehrt. Übernachtungsmöglichkeiten sind reichlich vorhanden; auch die lokale Gastronomie hat sich auf die Durchreisenden  eingestellt.






Da noch ein weiter Weg vor uns liegt wollen wir am nächsten Morgen unverzüglich weiterreisen. Nur noch schnell zur Apotheke.


Um einiges bescheidener:  Die Anglikanische

„Im Zentrum gibt es eine“, sagt man uns. Wir entdecken sie im zweiten Anlauf – und außerdem ein Colesberg, das uns unbekannt war! Winzige Kaffeegärten, kleine Pensionen und Privathäuser, blumen-     geschmückt und bunt bemalt. Schätzungsweise jedes dritte Haus bietet Übernachtung mit Frühstück an. „B/B“ (Bed and Breakfast) steht auf dem Schild, das über der Pforte schaukelt. Oder man hat es in bunten Farben gleich auf die Hauswand gepinselt .





Das imposante Gotteshaus der niederdeutsch-reformierten Kirche scheint, gemessen and der Größe der kleinen Siedlung, überwältigend.

Eine Pension

Ich teile dem Apotheker meine Beobachtungen mit. Der ältere Herr ist sehr erfreut über mein Interesse an seinem Heimatort. Und so erfahre ich, daß Colesberg im Burenkrieg eine wichtige Rolle spielte; daß jene Häuschen deshalb so winzig sind, weil sie lediglich „Stadtwohnung“ für die kurzen Geschäftsbesuche der weit entfernt wohnenden Farmer waren...die Karoo-Nomaden? Nein, davon habe ich ebenfalls noch nichts gehört....





Ganz Konzentration



Und auf einmal hat jener Punkt „Colesberg“ auf der Landkarte, der bisher nur als Stop-Over Relevanz hatte, Gesicht angenommen.

Wir beschließen: Das nächste Mal suchen wir uns eine B/B-Pension in einer dieser kleinen Gassen.




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