Sonntag, 20. Februar 2011

CANNA INDICA

In diesem und meinem nächsten Beitrag stelle ich nochmals zwei Vertreter von der langen Liste der unerwünschten Gewächse vor. Und verabschiede damit dieses eher deprimierende Thema...

Was halten Sie z.B. vom Schicksal der Canna indica? Besucher Südafrikas, die das Land per Auto oder Bus bereisten, werden sich vielleicht an diese Cannasorte in flammendem Orange erinnern. Sie leuchten in brachliegendem Gelände; tauchen unverhofft nach einer Wegebiegung in einem eher unwirtlichen, trockenen Landstrich auf; sind anspruchslos und – verglichen mit anderen Cannasorten – außergewöhnlich robust.

Laut der maßgeblichen Behörde besteht ihr Vergehen  darin, daß ihre schnellwachsenden Rhizome einheimischen Gewächsen keinen Raum lassen – ein bizarrer Vorwurf, wenn man bedenkt, daß es sich bei diesen Gewächsen meist um Unkraut handelt, dem z.B. die Farmer mit radikalen Mitteln zu Leibe rücken. 





In meinem Garten bilden die Indicas den Hintergrund für meine Gemüsepflanzung. Ihre Stengel erreichen eine Höhe von ca 2, 5 Metern, verbergen somit den Blick auf die mit Stacheldraht versehene Kuppe der Gartenmauer und sind leuchtende Kulisse für Spinat, Bohnen, Erdbeeren, Paprika, usw. Und was ihre ‚agressiven’ Rhizome betrifft: Im Herbst oder Winter werden die vorwitzigen neuen Rhizome abgetrennt. Das war’s auch schon.

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