Natürlich hatte ich so meine Vorstellungen, als ich damals mit der Planung meines Gartens begann. Im vorderen Teil, der sehr viel Sonne abbekommt, warteten Exoten wie Palme und Akazie auf etwas Gesellschaft. Weiter hinten sorgen Bäume, aber auch die Lage, für diverse Schattenbereiche. Elefantenohr, oder die verschiedenen Philodendronarten, die gerne die Bäume hochklettern, gedeihen hier prächtig.
Jedoch sollten Pflanzen in diesem Gartenteil auch ein bißchen an die nördliche Heimat erinnern; angekündigt - so mein Plan - durch eine rankende Rose an dem Pförtchen dort. Ich wählte dafür die "Königin Elisabeth", eine fein-duftende Rose in klarem, leuchtenden Rosa. Laut Rosenkatalog zählt sie zu den beliebtesten Rosen der Welt.
Mein Plan hatte ein wesentliches Bedürfnis der Hauptperson außer acht gelassen: Um sich wohlzufühlen, braucht die Rose etwa fünf Stunden Sonnenschein am Tag. Mindestens - es darf auch etwas mehr sein! Diese Voraussetzung war an jenem Plätzchen nicht gegeben, denn gleich nach der Pforte lud ein Celtis Africana, ein Laubbaum, in seinen Schatten ein.
Jedoch - bis ich diese Zusammenhänge erkannte, verging fast ein Jahr.