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Mittwoch, 15. Dezember 2010

DAS VERHINDERTE FERIENPROJEKT (1)

So geschehen vor einigen Jahren...

Die Großen Ferien standen vor der Tür. Auch die Firma, bei der mein Mann beschäftigt war, würde wie üblich ihre Tore schließen.

Während der kommenden Ferienzeit sollte ein Projekt in Angriff genommen werden, das jedem Familienmitglied am Herzen lag: Wir benötigten dringend ein zusätzliches Zimmer. Die Pläne waren fertiggestellt, die Einkaufslisten geschrieben.


Wartet auf brave Jungs und Mädchen:  Weihnachtsmann in einem Kaufhaus.


Bereits am Morgen des ersten Urlaubstages machte sich unser Haushaltsvorstand auf den Weg, um die verschiedenen Baumaterialien zu besorgen. Sein erstes Ziel war ein Baumarkt in Johannesburg, bekannt für ein gut sortiertes Lager.  Außerdem wollte er Fachgeschäfte in Pretoria und Umgebung aufsuchen.  Mit seiner Rückkehr war erst am Spätnachmittag zu rechnen.

Jedoch – schon um die Mittagszeit verkündete Leila’s Bellen: Herrchen ist wieder da!

Oh nein - gab es wieder einmal Probleme mit unserem hochbetagten Pick-up?
Ich lief zur Einfahrt. Auf der Ladefläche lagen nur wenige Einkäufe – dagegen eine große Enttäuschung auf dem Gesicht des Fahrers.

Was war passiert?

Jener Baumarkt in Johannesburg, sowie einige der Adressen in Pretoria, hatten geschlossen –bis Mitte Januar!
(Fortsetzung folgt)

Nicht geschlossen: Ein Fotofachgeschäft. Und mit den Farben der Firma ganz auf Weihnachten eingestellt!

Freitag, 14. Mai 2010

MÖCHTE JEMAND MITFAHREN? (2)

Äußerst zufrieden, mir mehrmals erfreut zunickend, machte es sich mein Mitfahrer auf dem wackeligen Bakkie-Sitz bequem.  Und schnell stand fest: Es gab Schwierigkeiten mit der Verständigung:  Er sprach kein Englisch - und ich verstand seine Sprache nicht.  Was er auch gar nicht erwartete, sondern gleich mit Afrikaans begann - worin ich mich wiederum nur sehr dürftig ausdrücken kann!   So benutzte ich denn meine Hände, um zu erklären, dass ich zwar ein gutes Stück gerade weiterfahren, dann aber links abbiegen würde - an jener Kreuzung könne er dann aussteigen.  Ob ihm das helfen würde??   Er nickte eifrig, zeigte nach vorne, wiederholte meine Gestik - na also, das lief doch prima!

Donnerstag, 13. Mai 2010

MÖCHTE JEMAND MITFAHREN?

Fehlende Infrastruktur, aber auch Armut, veranlassen Männer und Frauen jeden Alters an Straßenrand oder Verkehrsknotenpunkten auf eine Mitfahrgelegenheit zu warten. Eine Situation, mit der ich seit den ersten Jahren im südlichen Afrika bestens vertraut bin.

Nach unserer Rückkehr vor einigen Jahren war längere Zeit ein altersschwacher Pick-up (landesüblich “Bakkie” genannt) unsere einzige Fahrgelegenheit.  An jenem Tag war mein Fahrziel eine Gärtnerei, die außerhalb der Stadt liegt.  Ich näherte mich einer Straßenkreuzung, und mein Blick fiel auf eine kleine Gruppe ärmlich gekleideter Männer, in lebhafte Unterhaltungen vertieft.  Die Ampel zeigte Rot. Das geräuschvolle Rattern des betagten Bakkie-Motors übertönte wie üblich das sanfte Schnurren der anderen wartenden Fahrzeuge, und zog auch gleich die Aufmerksamkeit jener Männer auf sich.