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Donnerstag, 27. Januar 2011

JAKARANDAS (2)

Pretoria trägt den Titel „Stadt der Jakarandas.“ Die frühen Siedler pflanzten die Bäume entlang der Straßen ihrer Regierungshauptstadt. Viele der ausländischen Botschaften befinden sich auch noch heute in solchen historischen Stadtteilen, in unmittelbarer Nähe dieser prachtvollen Bäume.

Jakarandas sind keine „echten“ Südafrikaner; ihre Heimat ist Südamerika.  Jedoch wurden sie in dem klimatisch ähnlichen Highveld bald heimisch. .

In den neunziger Jahren und mit Beginn der „südafrikanischen Wende“ fielen die geliebten Bäume in Ungnade: Sie seien „Aliens“ – Fremde, hieß es, und bedrohten die heimische Flora(!). Übereifrige Naturschützer begannen mit dem bizarren Programm, alle nicht-südafrikanischen Pflanzen aus der Natur – und wenn möglich, den Gärten – zu entfernen. Auch die Jakarandas standen auf der Liste.  Pretoria’s Bürger, stolz auf ihre traditionsreichen Bäume, widersetzten sich diesem Ansinnen energisch. Mit Erfolg - das Verbot bezieht sich nun 'nur' auf Neupflanzungen...

... und somit bleiben sie auch weiterhin Boten des Frühlings in Gauteng.


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Links:  Der Fußball des Telkom-Turms wurde nach der WM entfernt.

Samstag, 22. Januar 2011

...UND JAKARANDAS

Vielleicht habt Ihr Euch hin und wieder gefragt: Ja, wo bleiben sie denn, die im Blog-Titel erwähnten Jakarandas?














Die Blüte der Jakaranda-Bäume findet im Oktober statt. Im vergangenen Jahr, meinem ersten Blog-Jahr, hatte ich in jenem Monat – und denen davor - eine Blogging-Pause eingelegt (die Hintergründe sind in einem der ersten November-Beiträge zu ersehen). Hiermit also eine verspätete Vorstellung:










Hunderte dieser prächtigen Blütenbäume säumen die Straßen der älteren Stadtbezirke. Die Blüte beginnt im Frühling – und damit das prächtigste Schauspiel, das Pretoria’s Natur zu bieten hat.


Ganze Straßenzüge tauchen ein in ein sanftes, blau-lila schimmernden Licht. Schaut man empor zu den lichten Wipfeln, dann versinkt der Blick in einem Meer von Blüten, mit einer Farbintensivität, die unwirklich erscheint. Zu den Füßen erstreckt sich ein ebensolcher Teppich. Es scheint, als sei man in einer Märchenwelt angekiommen! Und sollte sich die Passantin, die soeben am Ende der Allee aufgetaucht ist, beim Näherkommen als Fee entpuppen – man wäre kein bißchen erstaunt...

(wird fortgesetzt)



Montag, 22. Februar 2010

...UND BAUHINIAS.

Sollte jemand meinen Blog bisher verfolgt haben, so dürfte ihm/ihr seit vergangenem Donnerstag ein Foto neben meinem Namen aufgefallen sein: Es handelt sich um die Blüte einer Bauhinia.


Vor einigen Tagen hatte ich drei Knospen an meinem Bäumchen entdeckt; sehr interessant deshalb, weil die Bauhinia eigentlich ein Frühlingsblüher ist! Also wartete ich darauf, daß sich eine Blüte öffnen würde, um ein brandneues Foto von ihr präsentieren zu können. Da sie immerhin für meine Blog-Adresse Patin stand, hat sie es verdient, daß ich ihr an dieser Stelle etwas Aufmerksamkeit schenke.


Natürlich - wie sollte es anders sein - war mir damals zuerst das weithin leuchtende Lila-Rosa dieses Blütenbaumes aufgefallen. Ich hielt am Straßenrand und sah mir die Blüten genauer an. Wunderschön - in Farbe sowohl in Form. Ungewöhnlich waren die Blätter; gerade so, als wären jeweils zwei von ihnen an ihrer Längsseite zusammengewachsen. "Bi-lobal" nennt es wohl der Botaniker. Ich entfernte eine Blüte und fuhr damit zum nächsten Gartenzentrum. Nein - man war sich nicht sicher...Das überraschte mich ein bißchen. Zwar sieht man diese Bäume nicht so häufig wie die Jakarandas, die ja ganze Straßenzüge säumen; dennoch gehören sie zum Bild der Stadt.

In einem Blumengeschäft half man mir weiter: "Das ist eine Bauhinia, und es gibt sie auch in Weiß. Stammt aus dem asiatischen Raum...." Nun wußte ich, wonach ich zu suchen hatte.

Steht er nicht in Blüte, so wirkt dieser Baum eher unscheinbar. Sein Wuchs ist gedrungen, der Stamm selten gerade. (Hier habe ich eingegriffen und meinem Baumkind für eine Weile eine Schiene angelegt. ) Nach der spektakulären Blüte bedecken bald grüne, dann braune Schoten das Blattwerk. Ich schüttele sie meist herunter, um weniger oft fegen zu müssen - noch ist die Bauhinia klein genug...