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Samstag, 21. April 2012

HERBSTLICHES

Inzwischen hat sich bei uns der Herbst eingestellt. Er meint es noch gut mit uns - vorerst. Heftige Regenfälle in diesen Tagen wären nicht ungewöhnlich, denn unsere Region muß sich auf den regenlosen Winter vorbereiten.


Aber noch blühen Rosen, Cannas und - ganz besonders prächtig zur Zeit - die Bleiwurz-Hecken.

Und ganz entgegen ihrem Fahrplan hat die Bauhinia noch einmal mit einer Blüte begonnen! Nicht nur die üblichen einzelnen Blüten, die manchmal gegen Ende der Saison erscheinen und eher einsam und verloren wirken, stellten sich ein, sondern überall leuchtet es rosa und fliederfarben zwischen den silbergrünen Doppelblättern. Die veränderten Wetterverhältnisse auf unserem Planeten mögen dafür verantwortlich sein -
 ich freue mich sehr über diese unerwartete Blütenpracht!

Nicht nur ich - auch die Grauen Louries! Diese großen Vögel gehören botanisch zu den Turacos und sind weit verbreitet in Gauteng. Sie nisten in der höchsten Akazie unseres Gartens und lieben junge Spinat- und Salatpflänzchen - und Bauhinia-Blüten! Es ist unterhaltsam, ihnen zuzuschauen: Nach Papageienart schreiten sie bedächtig einen Ast auf und ab; manchmal benutzen sie auch ihren Schnabel als 'Enterhaken', um zum nächsten zu gelangen.


 
Übrigens - was für Jakarandablüten gilt, trifft auch auf die Bauhinias zu: Schon ein kurzer Regenschauer genügt, und das intensive Leuchten verblasst.

Aber noch ist es nicht soweit...

Der attraktive CMR Käfer braucht nur einen Tag,
um eine Roseblüte aufzufressen....

Diese 'sanfte' Jahreszeit bringt leider auch allerlei Ungeziefer hervor...


Montag, 2. Mai 2011

HERBST

Golden leuchten die Laubbäume am Straßenrand. Der Wilde Wein hat mit seinem Farbenspiel begonnen, und Laub raschelt unter meinen Füssen, wenn mich mein Weg unter dem Celtis Africana vorbeiführt; sein üppiges Blätterdach hat begonnen sich zu lichten. Wir befinden uns im Herbst.






Leila - williges Fotomodell...


Es regnet häufig; durchaus nicht ungewöhnlich für diese Jahreszeit, denn das Land bereitet sich vor auf die trockenen Wintermonate. Jedoch die Dämme, Wasserreservoire der Region, wurden durch die vielen Regenfälle der vergangenen Monate bereits aufgefüllt; er könnte durchaus mal eine Pause einlegen, der Regen....




...na ja, meistens.



Und tatsächlich: Angekündigt und bestätigt auch durch Satelitenfotos, läßt er bereits seit drei Tagen auf sich warten! Und wir werden wieder einmal an die vorzügliche Lage der Stadt erinnert: Das nördliche Randgebiet Pretorias entstand auf den Ausläufern der Magaliesberge, einer Wetterscheide. An die Berge schließt sich das trockene und heiße Buschveld an. Dies hat zur Folge, daß Pretoria stets etwa zwei Grad wärmer ist als das nur wenig entfernte, südlicher gelegene Johannesburg. Ein Umstand, den man gerne in Kauf nimmt, denn auch die Unwetter verlaufen glimpflicher.



Oben:  Strelizia reginae
Unten:  Canary Creeper (Senecio Tamoides)



Aber damit nicht genug: Auch wenn die Wetterfrösche recht behalten und der neue Tag mit der versprochenen Wolkendecke am Horizont beginnt – manchmal gelingt es ihr erst nach ein oder zwei Stunden, die Sonne ‚auszuschalten’. Denn die Magaliesberge habe einWörtchen mitzureden. Und für die erste Tasse Kaffee reicht diese Zeit allemal...





Freitag, 4. Juni 2010

SCHATTENSEITEN

Der Regen kommt immer zu früh. Auch wenn er laut Kalender die Erlaubnis dazu hat.

Da hat man sich nun beeilt, um diese Angelegenheit, die wirklich keinen Aufschub mehr duldet, zu erledigen.  Denn schon lange ist eine Auszeit im herbstlichen Garten geplant:  Ein Buch möchte gelesen werden; die Schaukel - nein, die Hängebank! - unter der Akazie wartet bereits.  Der Blick von dort fällt auf die kleine Rosenzeile, und Zulu Royal hat noch einmal einige prächtige Blüten hervorgebracht...

Und dann kommt der Regen.



Aber ‘die Hoffnung stirbt zuletzt:’ Vielleicht ist es nur eine Art Vorläufer, so etwa zum Einstimmen auf die Regenzeit?!